Wasserfall

Das kristallklare Wasser des Wildbachs spritzt zwischen abgestuften Felsen und bietet bei einem Gefälle von 90 Metern einen spielerisch spritzenden Anblick. Inmitten eines Eichen-, Kastanien-, Buchen- und Zypressenwaldes gelegen, hat dieser beeindruckende Wasserfall dank Dante, der sich lange Zeit in diesem Gebiet aufgehalten hat, literarischen Ruhm erlangt. Der vortreffliche Dichter war dermaßen von dem Geräusch des Wassers von Acquacheta beeindruckt, dass er es mit dem Rauschen des Wasserfalls des Flusses Phlegeton in der Hölle vergleicht, der den siebten vom achten Kreis der Hölle trennt:
"So wie jener Fluß, der ursprünglich bey dem Berge Viso, gegen Morgen zu, auf der linken Seite des Apenninischen Gebirges seinen eigenen Lauf nimmt, mithin da oben das stille Wasser heisset, ehe er in die Tiefe herunter fließt, bey Forli hingegen schon diesen Namen verlieret, endlich dort über St. Benedetto von den Alpen mit lautem Geräusche sich hören lässet, weil er durch einen jähen Wasserfall herabstürzt, wo er von Tausenden in dasigen Gegenden gehöret werden muß, eben so befanden wir, daß das gefärbte Wasser von einem abschössigen Ufer herunterbrauste, so, daß der Schall davon in wenig Stunden einen taub gemacht haben würde." (Hölle, 16. Gesang, 94 - 105).

Anreise
Der zum Wasserfall führende Weg beginnt in San Benedetto in Alpe, in der Nähe der Brücke über den Graben Acqua Cheta. Gemütlich gelangt man auf einem etwa zwei Stunden langen Weg entlang dem Wildbach inmitten der üppigen Natur des Nationalparks Foreste Casentinesi, Monte Falterone und Campigna zum Wasserfall.

Anmerkungen
Jenseits des Wasserfalls entfaltet sich die Hochebene Romiti, eines der sicherlich eindrucksvollsten Gebiete des toskanisch-romagnolischen Apennins. Hier steht die Einsiedelei der Abtei San Benedetto, die im Jahre 986 durch den Hl. Romualdo gegründet wurde.